
Häufige Fehler bei der Nutzung von Elektrorollstühlen
und wie man sie vermeidet…
Tipps für mehr Sicherheit, Komfort und Eigenständigkeit im Alltag. Ein moderner Elektrorollstuhl wie der immer-mobil ist eine wertvolle Hilfe, wenn es darum geht, den Alltag selbstständig zu bewältigen – etwa beim Einkauf, auf dem Weg zur Apotheke oder beim Arztbesuch. Damit diese Mobilitätshilfe stets zuverlässig funktioniert, ist die richtige Handhabung entscheidend.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die häufigsten Anwendungsfehler – und wie Sie diese ganz einfach vermeiden können. Denn mit dem richtigen Umgang fahren Sie nicht nur sicherer, sondern erhalten auch die Lebensdauer Ihres Rollstuhls.
Fehler Nr. 1: Falsches Laden der Batterie
Was passiert?
Viele Nutzer laden die Batterie zu spät oder nicht vollständig. Häufige Tiefenentladungen oder Dauerladen über viele Stunden (z. B. über Nacht) können der Batterie auf Dauer schaden. Die Verwendung eines falschen Ladegerätes ist ebenfalls gefährlich und kann schadhaft sein.
So vermeiden Sie den Fehler:
- Laden Sie die Lithium-Ionen-Batterie regelmäßig.
- Nutzen Sie ausschließlich das mitgelieferte Ladegerät oder das passende 5A-Schnellladegerät (optional erhältlich mit HMV-Nr.).
- Die Batterie des immer-mobil kann auch außerhalb des Geräts geladen werden – besonders praktisch bei Ersatzbatterien, jedoch nur mit externem Ladekabel.
Fehler Nr. 2: Unsachgemäße Nutzung im Außenbereich
Was passiert?
Auch wenn der immer-mobil fĂĽr den Innen- und AuĂźenbereich geeignet ist, sind starke Steigungen, unbefestigte Wege oder schlechte Witterung eine Herausforderung fĂĽr jedes Hilfsmittel.
So vermeiden Sie den Fehler:
- Meiden Sie rutschige, matschige oder unebene UntergrĂĽnde.
- Beachten Sie bei Gehsteigen, Rampen oder Kanten stets die zulässige Steigfähigkeit des Modells.
- Verwenden Sie bei Bedarf Hinter- und Vorderräder mit Luftbereifung – diese sind besonders griffig bei Unebenheiten (optional erhältlich). Alternativ sind Vollgummireifen extrem pannensicher.
Fehler Nr. 3: Ăśberladung des Rollstuhls
Was passiert?
Wird der Rollstuhl zu stark oder ungleichmäßig belastet – etwa durch schwere Taschen an der Rückenlehne – kann das die Fahrstabilität beeinträchtigen. Dabei entsteht die Gefahr von Zurück- oder Umkippen.
So vermeiden Sie den Fehler:
- Nutzen Sie zugelassenes Zubehör wie den Rucksack (bis 5 kg) oder den Gepäckanhänger. Auch die Anhängekupplung „Arnie Travelhero“ ist hierfür eine Lösung, mit einer Zugbelastbarkeit von bis zu 25 kg.
- Achten Sie auf gleichmäßige Gewichtsverteilung und vermeiden Sie Überladungen, insbesondere bei Bergabfahrten.
Fehler Nr. 4: Fehlende Pflege & Wartung
Was passiert?
Verunreinigungen, lockere Schrauben oder abgefahrene Reifen bleiben oft unbemerkt – bis es zu Problemen kommt.
So vermeiden Sie den Fehler:
- Kontrollieren Sie regelmäßig Reifen, Bremse, Kabelverbindungen und die Festigkeit aller beweglichen Teile. Regelmäßiges (jährliches) Service ist ausdrücklich empfohlen, bei entsprechender Beanspruchung des Produkts sogar zwei Mal jährlich.
- Reinigen Sie den Rollstuhl regelmäßig mit einem feuchten Tuch – keine scharfen Reinigungsmittel verwenden.
Zusatztipp
Nutzen Sie das Serviceheft zur Dokumentation.
Fehler Nr. 5: Unsichere Joystick-Bedienung
Was passiert?
Gerade zu Beginn oder bei längerer Pause kann es vorkommen, dass der Joystick zu abrupt oder unsicher bedient wird. Das führt zu ruckartigen Bewegungen, unsauberen Kurven oder zu riskanten Situationen beim Anfahren und Bremsen.
So vermeiden Sie den Fehler:
- Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um sich mit der Joystick-Bedienung vertraut zu machen – insbesondere bei engen Passagen wie Türen, Aufzügen oder Gehwegen.
- Starten Sie immer mit der niedrigsten Fahrstufe und steigern Sie die Fahrstufe je sicherer Sie sich fĂĽhlen.
- Halten Sie die Hand locker auf dem Joystick – vermeiden Sie ruckartige Bewegungen.
- Wenn das Lenken schwerfällt, kann optional ein Kugelkopf-Fahrpult sinnvoll sein.
- FĂĽr begleitete Fahrten empfehlen wir die Fahrpulthalterung fĂĽr Begleitpersonen oder die Pflegesteuerung, sodass eine 2. Person die Steuerung des Rollstuhls ĂĽbernehmen kann.
Fehler Nr. 6: Unzureichende Sitzergonomie
Was passiert?
Ein zu hartes oder flaches Sitzpolster kann zu Druckstellen, Verspannungen oder Schmerzen führen – besonders bei täglicher Nutzung.
So vermeiden Sie den Fehler:
- Verwenden Sie das für Ihr Modell passende Sitzkissen (7 cm oder 10 cm – beide mit HMV-Nr.).
- Ergänzen Sie bei Bedarf durch eine verstellbare Kopfstütze oder breitere Armlehnen für mehr Komfort.
Fehler Nr. 7: Zu schnelles Bergabfahren jeglicher Art
Was passiert?
Bei starkem Gefälle oder schrägen Wegen kann der Elektrorollstuhl beim Bergabfahren zu schnell werden. In solchen Situationen reicht die Motorbremse möglicherweise nicht mehr aus, um die Geschwindigkeit zuverlässig zu regulieren – besonders wenn zusätzlich beschleunigt wird. Die Folge: Der Rollstuhl überschreitet die zulässige Geschwindigkeit, wird schwerer kontrollierbar und reagiert verzögert beim Lenken.
So vermeiden Sie den Fehler:
- Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit frühzeitig vor Gefällen oder schrägen Wegen.
- Fahren Sie bewusst langsam und vorausschauend – insbesondere auf nassem oder losem Untergrund.
- Nutzen Sie bei längeren Gefällen eine möglichst niedrige Fahrstufe, um die Motorbremse optimal zu unterstützen.
- Bei häufiger Bergabfahrt empfiehlt sich ein Modell mit starker Steig-/Gefälleeignung oder speziellen Bremsunterstützungen.
Das Fazit:
Mit Sorgfalt und passendem Zubehör sicher im Alltag unterwegs.
Mit dem immer-mobil Elektro-Rollstuhl meistern Sie Ihren Alltag sicher und komfortabel – ganz gleich, ob es zur Apotheke, zum Supermarkt oder zum Arzt geht. Achten Sie auf die richtige Handhabung, regelmäßige Pflege und nutzen Sie sinnvolles Zubehör – viele davon mit Hilfsmittelnummer, also förderfähig durch die Krankenkasse.
Praktisch & förderfähig: Zubehör mit System
- ✔️ Ladegeräte & Zusatzakkus
- ✔️ Sicherheitsgurte & Fußführungen
- ✔️ Sitzkissen, Kopfstützen & Armlehnentaschen
- ✔️ Steuerungsoptionen für Begleitpersonen
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Unser Tipp: Zubehör einfach mitverordnen lassen
Viele Zubehörteile verfügen über eine eigene HMV-Nummer. Wenn Sie ein Rezept für Ihren immer-mobil Rollstuhl erhalten, können Sie direkt sinnvolles Zubehör mitverordnen lassen.
Dazu benötigen Sie:
- Die Hilfsmittelnummer Ihres Rollstuhlmodells (z. B. 18.50.07.0005)
- Die Hilfsmittelnummer des Zubehörteils (z. B. 18.99.99.0999 für Ladegerät)
Fragen Sie Ihr Sanitätshaus – wir unterstützen Sie gern!
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