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Mit dem immer-mobil bis ans andere Ende der Welt

Unser lieber Kunde, Herr Hubert S., hat uns von seiner beeindruckenden Fernreise berichtet – und wir freuen uns sehr, seine Erfahrungen mit Ihnen teilen zu dürfen.
Seit März 2021 nutzt er seinen immer-mobil 140. Trotz starker Gehbehinderung und MS hat er sich gemeinsam mit seiner Frau zur Goldenen Hochzeit auf den Weg ans andere Ende der Welt gemacht. Sein Bericht soll Mut machen und zeigen, was mit guter Vorbereitung und den passenden Hilfsmitteln möglich ist.

Die erste Etappe
Mit meinem immer-mobil machte ich mich auf den Weg ans andere Ende der Welt – nach Neuseeland.
Der erste Abschnitt führte uns von Frankfurt nach Singapur. Dort verbrachte wir einige Tage, um uns an die Zeitverschiebung zu gewöhnen. Diese Pause war ein guter Einstieg in die Reise, und ich habe Singapur als eine sehr rollstuhlfreundliche Stadt erlebt.

Von dort aus ging es weiter nach Auckland, Neuseeland. Ab diesem Zeitpunkt erkundeten wir mit einem Mietwagen und meinem Rollstuhl die Nordinsel. Diese Art zu reisen gab mir unterwegs ein hohes Maß an Selbstständigkeit – genau das, was ich mir gewünscht hatte.

Meine Erfahrungen in Neuseeland
Während meines Aufenthalts zeigte sich Neuseeland insgesamt als sehr behindertenfreundlich. Rollstuhlgerechte Gehwege, öffentliche Behinderten-WCs und barrierefreie Zimmer in den Motels gehörten ebenso dazu wie die Möglichkeit, Parkberechtigungen für Schwerbehinderte online zu beantragen.

Besonders hilfreich waren für mich die in Naturparks und bei Sehenswürdigkeiten ausgewiesenen Routen mit dem Hinweis „Wheelchair accessible“, also barrierefrei. Dadurch konnte ich vieles gut planen – und manches auch ganz spontan umsetzen.
Weiterreise nach Thailand

Nach Neuseeland führte uns unsere Reise weiter nach Thailand.
In Khao Lak verbrachten wir einen Badeurlaub in einem rollstuhlfreundlichen Resort. Dieser Abschnitt war ein ruhiger und entspannter Abschluss nach den vielen Eindrücken der vorherigen Etappen.

Organisation der Flugreisen
Damit eine solche Reise möglich ist, spielt eine gute Vorbereitung für mich eine zentrale Rolle.
Bei der Flugbuchung bestelle ich immer gleich den Rollstuhlservice mit. Dieser Service ist kostenlos und wird von allen Fluggesellschaften angeboten.

Ich werde bereits am Check-in-Schalter mit einem Rollstuhl abgeholt, durch die Sicherheitskontrolle begleitet und bis zum Boarding Gate gebracht. Wenn es Zeit zum Einsteigen ist, werde ich bis zur Flugzeugtür begleitet. Die wenigen Schritte bis zu meinem Sitzplatz kann ich selbst gehen.

Nach der Landung werde ich an der Flugzeugtür wieder abgeholt, zum Gepäckband gebracht und mit meinem Gepäck durch die Zollkontrolle bis zum Ausgang begleitet. Dort wartete das vorab bestellte Taxi zum Hotel.

Mein Elektrorollstuhl im Flugzeug
Zusätzlich ist es wichtig, den Elektrorollstuhl schriftlich bei der Fluggesellschaft anzumelden und die Mitnahme genehmigen zu lassen. Ich sende dafür auch das Sicherheitsdatenblatt der Batterien mit. Der Transport des Rollstuhls ist kostenlos.
Ich drucke mir die Genehmigung aus und habe sie zusammen mit den Batteriedaten und dem Sicherheitsdatenblatt im Handgepäck dabei. Das ist besonders bei der Sicherheitskontrolle hilfreich, da dort oft Unsicherheit besteht, wie viele Batterien dieser Stärke mitgenommen werden dürfen (eine Batterie pro Person).

Außerdem denke ich immer an einen passenden Steckeradapter für das jeweilige Reiseland sowie an mein Ladekabel für den Rollstuhl.

Die nächste Reise ist schon in Planung
Mit meiner Reise möchte ich Mut machen und zeigen, dass auch Fernreisen mit guter Vorbereitung und den passenden Hilfsmitteln möglich sind. Selbst große Entfernungen sind für mich bewältigbar, wenn Planung und Hilfsmittel stimmen.
Und eines ist sicher: Meine nächste Fernreise ist bereits in Planung – ganz oben auf der Wunschliste stehen Kerala in Südindien und Südafrika bzw. Namibia.